Ten Men OCR Camp

Ten Men OCR Camp

Am Osterwochenende hatte Volker Pellen zum „Ten Men OCR-Camp“ eingeladen und alle die Eier hatten kamen… Oder so ähnlich. Okay, das war wirklich das letzte schlechte Wortspiel für diesen Artikel. Versprochen! Aber mal ehrlich Volker hatte eingeladen und eine erlesene Truppe aus weltmeisterschaftserfahrenen OCR-Athlethen, Trainern aus den verschiedensten OCR-Teams kam zusammen, sogar einen eigenen Arzt hatten wir.

Was dabei herauskam, war ein Camp-Wochenende voller interessanter Erfahrungen, Tipps, Tricks, Wissensaustausch und hartem Training aber vor allem jeder Menge Spaß!

Ten Men OCR Camp Fat Raccoon Training
9 Männer und der richtige Spielplatz, das kann nur gut werden!

Den Workshop Ablauf hat Marc schon wunderbar zusammengefasst, also werde ich hier ein wenig mehr auf mein eigenes OCR-Camp Märtyrium eingehen. Meine Stravatracks findest du hier. Ich glaube ich war nicht der einzige den Volker an diesem Wochenende an die Grenze getrieben hat, den anderen erging es ähnlich. Wir hatten drei Tage vollgepackt mit verschiedensten Trainingseinheiten, wobei das Hindernistraining im Mittelpunkt stand. Dazu hatte Volker sein selbstgebautes Multirigg eigens in den Vorgarten seiner Eltern verlagert. Perfekte Bedingungen für ein OCR Camp. Hinzu kam eine Eskaladierwand, ein Gerüst mit zwei Kletterseilen und einer Strickwand und jeder Menge Sachen für das Krafttraining. Volker hatte gefühlt das gesamte Equipment des Body Cross Grefrath zusammengetragen. Übernachtet wurde im Vereinsheim von Eintracht Schottheide. Die 5 jungen Wilden in der einen Umkleide und die „Erwachsenen“ im anderen Raum.

Ankommen im Camp…

Ten Men OCR Camp Fat Raccoon Training
Alles da, was Mann zum Überleben braucht. Hinter der Biofassade verstecken sich die geheimen Supplemente.

Am Donnerstag sammelte Alex mich auf, wir fuhren zu Jens und kauften gemeinsam für die ersten beiden Camp-Tage ein. Nudeln, Reis, Kartoffel, Kaffee, Gemüse, Salat, Fleisch, lauter gesundes Zeug. Und wie Sportler eben so sind, brachte jeder noch seine verschiedenen Spezials – für die Extraportion Performance – mit. Bereits als Marc Sund ankam stand die Theke des Vereinsheims voller Wheytüten. Protein soweit das Auge reichte, sogar vegane Proteine. Alles, was man sich vorstellen konnte. Ich ernähre mich bei intensiven Trainingsperioden meist vegan und versuche auf Milch und Eier zu verzichten. Deswegen war ich froh, mit Joschka im Camp einen Verbündeten zu haben. Aber bei dem Vorrat an Nüssen, Cerealien, Samen und Körnern die Alfred mitgebracht hatte, sollte es uns an nichts mangeln! An dieser Stelle nochmal ein dickes Danke an Alfred, der mit dem Faszilator und seiner Expertise für unser Wohlergehen gesorgt hat.

Der erste Tag

Ten Men OCR Camp Fat Raccoon Training
Wach und bereit, die ersten 5km sind auf der Uhr!

Freitag morgen ging es dann los: Ten Men OCR-Camp. Die ersten 5km vor dem Frühstück sorgten dafür, dass alle wach wurden. Nach anfänglicher Müdigkeit waren spätesten nach der Prise frischer Landluft am benachbarten Schweinestall alle frisch und munter. Ein zweiter Kaffee  und es ging endlich an die Hindernisse: Schnelligkeit stand auf dem Programm. Nach den ersten 15min. intensivem Training. (200m im Renntempo und 2 Hindernisse im Wechsel) gab es die erste Runde Techniktraining und wir tauschten Erfahrungen bezüglich der effizienten und schnellen Bewältigung der verschiedenen Hindernisse aus schließlich ist das hier ein OCR-Camp.

Ten Men OCR Camp Fat Raccoon Training Ropeclimb
Wie kommen wir da am schnellsten hoch? Ich war zwar bisher gut am Seil, aber jetzt bin ich noch schneller, ein kleiner Geheimtipp von Volker und ich bin in einem Zug oben 🙂

Ich konnte noch den ein oder anderen Trick mitnehmen und Jens und Joschka profitieren von meiner Erfahrung im Menschen-über-die-Wand helfen. Meine unorthodoxe Methode sorgte für Erheiterung. Danach ging es in die zweite Runde die neugelernten Tricks ausprobieren. Anschließend ging zum Essen ins Vereinsheim. Es wurden ausführlich die Erfahrungen diskutiert. Nach dem Essen wurde Volker bereits das erste Mal verflucht, denn er jagte uns durch einen Kraftzirkel.  Einer nach dem anderen warf sein Tshirt ab: Wir kamen ordentlich ins schwitzen!

Gekrönt wurde das ganze von einem schnuckeligen 5km Tempolauf mit Ein- und Auslaufen.

Auf die Socken… fertig…  los!

Ten Men OCR Camp Fat Raccoon Training
Das wetter meint es gut mit uns! Wir hatten Sonne und meistens war es trocken, ideale Trainingsbedingungen!

Alfred hatte die „Swiss Protection Socks“ dabei, die ich bereits im Internet gesehen hatte. Man bekommt sie nur im Internet auf Vorbestellung mit Kreditkarte, das hatte mich bisher davon abgehalten sie zu bestellen: So konnte ich sie endlich mal ausprobieren. Alfred waren sie zu klein und er bot sie uns großzügiger Weise an. Jens und ich waren Feuer und Flamme. Ich zog sie für den 5er mal an und es lief super! Marc, Patrick und Alex waren kurz vor uns losgelaufen und Jens startete den 5er mit etwa 20 Sekunden Vorsprung. Ich hängte mich an ihn dran. Es war gar nicht leicht, da nach der Vorbelastung des Tages echt schon ordentlich Luft raus war. Aber er gab Gas und ich blieb dran. Nach 3km kamen auf der langen Geraden Alex und Marc wieder in Sicht. Jens und ich verschärften das Tempo und begannen eine erbarmungslose Aufholjagd.

Endspurt

Auf den letzten  1,5 Kilometern zog ich mein T-Shirt aus und verschärfte das Tempo nochmals, ich überholte Jens und bis mich an Alex fest. Auf der letzten Graden holt ich ihn dann, er war zu schnell angegangen und konnte nichts mehr, leichte Beute ich setze zum Endspurt an. „Den verdammten Marc hol ich mir noch! Payback für Mallorca“ schoss es mir durch den Kopf und ich sprintete weiter. Marc merkte, dass ich komme und wollte mir die Genugtuung nicht gönnen: Auch er zog an! Am Ende bekam ich ihn nicht und der verdammte Joschka war auch noch 20 Sekunden schneller als ich. (Er wird garantier betonen, dass es 25 waren 😀 )

Ten Men OCR Camp Fat Raccoon Training
Eigentlich machen wir das nur, damit wir mehr futtern können! 🙂

Die Konkurrenz spornte uns alle dazu an, nochmal das letzte aus uns rauszuholen. So schafften wir es am Ende dieses brutalen Tages noch einen 5er in unter 20 min rauszuhauen und ich war nur 20 sek. langsamer als bei meiner Bestzeit im Niddapark.

Danach begann das abendliche Laden. Die Unmengen an Kalorien die wir über den Tag verbrannt hatten wollten wieder aufgefüllt werden und so vernichteten wir Shake um Shake, Nudeln und Kartoffeln, also eigentlich alles, was uns zwischen die Finger kam. Dieser Rhytmus bestimmte die nächsten Tage.

Train, Eat, Train, Eat, Sleep, Repeat!

Ten Men OCR Camp Fat Raccoon Training
Gestern sind sie noch zum Training gerannt, heute gehen sie schon 😀
Ten Men OCR Camp Fat Raccoon Training
Carry me! Zum Abschluß noch Mal bissel Schleppen!

Tag zwei war für mich der schlimmste. Der erste Tag saß ordentlich in den Knochen und noch vor dem Frühstück stand ein 5er und 100 Burpees auf dem Tacho. Geil! Danach waren wir wieder frisch und es ging ins Fitnessstudio. Wie es sich gehört liefen wir hin, trainierten und liefen wieder zurück. Danach ging es mit Vorermüdung an die Hindernisse. Heute stand zusätzlich Vorermüdung auf dem Programm also musste zwischen dem Laufen und den Hindernissen ein Carry bewältigt werden: 60kg Wasserkanister abwechselnd mit Hammerschlägen, dann Seil, Leiter oder Wand und ein Hangelhindernis deiner Wahl. Großartig. Nach 2x 20 Minuten durften wir dann zum Abschluss des Tages noch 2x 5 verschieden Carrys den Hügel hinauf machen. Traumhaft!

Ten Men OCR Camp Fat Raccoon Training
Da schleppt der Chef noch selbst! Volker hat nicht nur mit angepackt, er hat wirklich ein geniales Training auf die Beine gestellt und in allen Belangen Vollgas gegeben! Danke!

Aller guten Dinge sind drei!

Ten Men OCR-Camp Fat Raccoon Schottheide
Alle freuen sich die letzte Hinderniseinheit hinter sich gebracht zu haben. Nur einer muss es wieder übertreiben..

Am dritten Tag ging es erstaunlich gut, der Morgenlauf fühlte sich locker an und Joschka und ich lieferten uns einen freundschaftlichen Schlagabtausch: Gerüchte auf gewissen technischen Geräten zwischendurch eine 2:50er Pace gesehen zu haben müssen an dieser Stelle zurückgewiesen werden. Sowas ist vor dem Frühstück unmöglich. Okay, vielleicht ging es bergab. Nach dem Frühstück folgte die Kerneinheit des Tages. Hindernisse mit Schwerpunkt Ausdauer. 1 Stunde 400m mit bekannten 2 Hindernissen.

Ich hatte solchen Spaß, dass ich beschloss als Vorbereitung für Sydney noch etwas dranzuhängen. Also lief ich, während die anderen Mittagspause machten, noch eine weiter Stunde im Kreis. Nach der zweiten Stunde ging mir dann die Kraft aus und ich beschloß lieber aufzuhören. Zum Abschluss des Trainings stand noch ein langer Waldlauf an. Ich hatte die „Swiss Protection Socks“ an und es lief gut.

Ich war mir zwischendurch sogar sicher mein Schuhproblem für Sydney gelöst zu haben. Also dachte ich mir nichts dabei, den anschließenden Waldlauf mit ihnen zu machen: Fehler!

Forststraße und Füße mögen sich nicht!

Der Waldlauf wurde ein Desaster! Ich war wirklich ordentlich am Arsch, als es losging und meine Beine waren müde. Viel schlimmer war aber, dass ich merkte, dass auch meine Füße müde waren. Das bedeutet ich konnte nur sehr mühsam auf dem Forstweg die erforderliche Schrittfrequenz halten. Der Untergrund war der blanke Horror für die Füße. Verdichtete Forstewege für die Forstgeräte mit wechselnd großen scharfkantingen und spitzen Steinen. Ab Kilometer 4 kämpfte ich mit dem Boden. Die Scheiße tat weh ohne Ende und ich konnte das Tempo der anderen nur mühsam mithalten. Die Einstellung der Jungs: „Je schneller wir laufen, desto schneller ist es vorbei!“ machte das ganze nicht angenehmer für mich. Nach 10km beendete ich den Lauf und ging mit Volker gemütlich zurück. Meine Füße waren durch! Und die Socken auch! Die unverwüstlichen Socken haben es nicht mal ein Wochenende durchgehalten und ich habe die Sohlen durchgelaufen. Mein Schuhproblem für Sydney besteht also weiterhin.

Ten Men OCR Camp Fat Raccoon TrainingDie letzte Runde, noch hält die Socke!

Vielen Dank an alle…

Ten Men OCR Camp Fat Raccoon Training
Danke an, Joschka, Marc,Thorsten, Alex, Marco, Patrick, Alfred, Jens und vor allem Volker für dieses OBERAFFFENGEILE WOCHENENDE!

Aus 9 Leuten, die sich vorher kaum, oder gar nicht kannten sind am Wochenende OCR-Camp Freunde geworden. Bei solch intensiver Belastung zeigen Menschen ihr wahres Gesicht und ich bin Volker sehr dankbar, dafür, dass er dieses Wochenende organisiert hat und ich ein paar wirklich feine Kerle kennenlernen durfte! Jungs es war großartig mit euch!

Zum weiterlesen:

Wofür trainiert der eigentlich so viel?

Barfußschuhe?

Natural Running

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Der Bericht vom Ten Men OCR-Camp. Ein Wochenende vooller Hindernisse, Training und jeder Menge Spaß. Wie sich das angefühlt hat liest du hier. Klick dich durch!
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