10 Tipps für „Getting Tough“-The Race

 The Race-

Wie du den härtesten Lauf Europas überlebst!

Ich habe The Race bereits 3x gefinisht (2x Blackmedall) und irgendwie war ich jedes Jahr schneller, trotzdem gibt es immer wieder Verbesserungen. Außerdem bin ich für die OCR-EM qualifiziert. In diesem 10 (Geheim-)tipps verrate ich dir meine Strategie für dieses Jahr:

1. Das Salz in der Suppe

Salz ist enorm wichtig bei Getting Tough The Race. Die Kälte wird deine Muskeln auszehren!

Viele Teilnehmer werden deshalb mit Krämpfen zu kämpfen haben. Immerwieder sieht man Bilder von Läufern die auf dem Boden liegen und sich nicht mehr bewegen können. Wichtig ist deswegen, dass du rechtzeitig vorher anfängst deinen Körper mit Salz zu versorgen. Letztes Jahr habe ich auf die Tabletten von Saltsticks gesetzt. Teures Zeug aber ich habe am Abend vorher und am Morgen vor dem Rennen jeweils eine Tablette genommen. Ich kann zwar nicht sagen, dass ich vollständig verschont geblieben wäre, aber die Krämpfe waren nicht annähernd so schlimm wie im ersten Jahr.

Besser trainierte Beine können auf jeden Fall eine Krampfprophylaxe sein, aber dass es auch in den Top 10 regelmäßig Leute erwischt zeigt: Auch alles Training hilft nicht unbedingt. Ein weiterer Geheimtipp eines szenebekannten Autorutschers 😉 gegen Krämpfe soll Gurkenwasser sein, dafür übernehme ich jedoch keine Garantie.

Ich probiere es dieses Jahr mit Solewasser und habe bereits mehrere Tage vorher damit angefangen, täglich ein Glas Salzwasser zu trinken. Am Vorabend und am Morgen des Rennens werde ich noch ein Extragläschen zu mir nehmen. Beim 24-Stunden Lauf in Uhingen habe ich auf Gemüsebrühe zurückgegriffen diese hat Wunder gegen die ersten Krämpfe gewirkt.

2.Weniger ist manchmal mehr, die richtige Kleidung.

Kallinator und Capitano sind zwei echte Sadisten. Sie halten, was sie versprechen: „The Race that destroys you!“ Sie nehmen dieses Motto sehr ernst!

Eine Methode auf die sie dabei zurückgreifen ist kaltes Wasser. Für Läufer bedeutet das: Alles was nass ist bleibt nass und kühlt die Haut aus. Wenn du ein langsamer Läufer bist. Solltest du evtl. auf Neopren zurückgreifen, da es auch bei Nässe noch wärmt. Ansonsten gilt: Definitiv weniger ist manchmal mehr!

Zum Thema Kleidung gibt es einen guten Artikel von Charles Franzke, der sich darüber intensiv Gedanken gemacht hat.
Ich bin letztes Jahr noch im November oberkörperfrei gelaufen. Allerdings habe ich bei MINUS 6 Grad am Morgen des Renntages dann doch kalte Füße bekommen und mich entschieden bei der von Charles propagierten Methode zu bleiben. ¾ Hose, langes enganliegendes Laufshirt, dass Nässe nach außen befördert und ein T-Shirt das den Wind abhält. Vor allem nach den ersten Gräben bist du nass und kommst auf den Feldern in den kalten Wind. Dazu habe ich mit meiner bewährten Doppelbuff-Methode gearbeitet. Einen Buff um die Ohren/Kopf, einen um den Hals, je nach Wind und Kälte: Wenn es zu warm ist, habe ich sie an den Händen oder Handgelenken.

3. Handschuhe

Letztes Jahr hatte ich keine Handschuhe dabei: Das habe ich bereut! Die erste Monkeybar aus Eisen raubte meinen Händen nahezu jegliche Wärme , sodass ich nicht mehr richtig zugreifen konnte. Ich schaffte das Hangeln zwar und behielt mein Band, musste aber die Füße zur Hilfe nehmen. Das Jahr davor hatte ich ganz dünne Arbeitshandschuhe. War okay!

Getting Tough Kletterwand
Die Kletterwand – Halt dich bloß fest!

Im ersten Jahr hatte ich Arbeitshandschuhe mit Thermofutter, war richtig kacke, weil nass und schwer und das Futter rutschte und vernichtete jeden Grip. Ich werde dieses Jahr wohl wieder auf die dünnen Arbeitshandschuhe zurückgreifen. Zum Thema Handschuhe hat sich ebenfalls Charles ausführliche Gedanken gemacht.

4.Steigungen gehen!

Wenn du nicht Killian Jornet oder Marco de Gasperi heißt und Speedbesteigungen dein Hobby sind, bist du auf den steilen Steigungen laufend nicht schneller, als wenn du gehst. Gehen braucht weniger Kraft und belastet die Muskulatur anders. Du wirst die Kraft am Ende brauchen! Spar sie dir!

5. Die Hindernisse möglichst Kraftsparend überwinden!

  1. Foto Pascha Metluk

Bist du Hulk? Nein? Dann spar dir deine Kraft – die richtige Technik ist Gold wert. Alles was Arme und Beine entlastet hilft dir. Ein Techniktrainig wirkt wunder. Gute Tipps gibt’s entweder bei Workshops, bei mir im Training, bei anderen bekannten Läufern oder auf youtube unter Mudstacle.tv

6.Süß und Salzig

Ein Gel vor dem Walk of Fame gibt dir den nötigen Energiekick. Am besten was salziges. Du solltest Gels immer vorher ausprobiert haben. Ein unbekanntes Gel kann im Wettkampf zu unliebsamen Überraschungen führen. Wenn du keine Lust auf Chemie hast gibt’s leckere vegane Rezepte von Katrin und Daniel auf bevegt.de

7. Mach dir warme Gedanken

Klingt komisch, is aber so: Kälte ist unter anderem eine Kopfsache. Wim Hoff und Andere haben das eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Denk an Wärme, arbeite mit deiner Atmung und auch autogenes Training kann hilfreich sein. Wiederhole das Mantra: „Mein ganzer Körper wird warm, mir ist ganz warm, mein Körper ist angenehm warm!“
Auch autogenes Training ist eine Technik die erlernt werden muss, es klappt nicht immer sofort. Aber wenn du es kannst, solltest du es nutzen. Wenn nicht versuch es mal. Wenn du daran glaubst funktioniert es auch, Glaube kann Berge versetzen. Getreu dem Kallinator-Motto: Dein Wille ist Realität!

8.Die Badekappe!!!

Autogenes Training hin oder her. Im Schwimmbad und bei diversen Wasserhindernis hilft die Badekappe. Das kalte Wasser sorgt nicht nur für Hirnfrost, wenn es ins Innenohr gelangt sorgt es auch für Orientierungsverlust.

9.„Am Ende kackt die Ente“

The Race beginnt am Wassergraben! Alles andere ist nur Vorspiel!

OLYMPUS DIGITA

10. Genieß es!

Das Wichtigste ist, dass du The Race  genießt. Klingt komisch ist aber so. DU wolltest das, du hast dafür bezahlt, also genieß es auch! Positive Gedanken bringen dich durch die härtesten Herausforderungen. Halt es mit The Race Motto: „I am a Champion“ oder wenn das nicht mehr hilft, das Fat Raccoon-Motto: „Once you enter the Paincave you might aswell enjoy it there“ 😉

Foto: Michael Schröder

Wir sehen uns am Start!

Ich freue mich drauf!

 

 

4 Gedanken zu „10 Tipps für „Getting Tough“-The Race

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